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Liebe Freunde, am alten Dorf Döhren stand der Döhrener Turm.

An der Grenze zum alten Dorf Döhren stand und steht der Döhrener Turm. Er ist das Wahrzeichen Döhrens und steht auf dem früheren Stadtgebiet Hannovers. Viele Menschen fahren tagtäglich an ihm vorbei. Sie sehen ihn als Letztes, wenn sie mit der Stadtbahn in den Tunnel fahren oder als Erstes, wenn sie wieder herauskommen.  Wir  wollen ihn deshalb näher kennenlernen.

Szene am Döhrener Turm um 1810
Szene am Döhrener Turm um 1810

Dieser Stich von Julius Franz Salzenberg (um 1810) ist die älteste, bekannte Darstellung des Turms.  Er soll eine Szene aus dem Alltagsleben zeigen. Wir sehen den Turm noch mit einer Kegelhaube. Links daneben ein Haus, in dem die Turmwächter mit ihren Familien wohnten. Am Turm die Türmerstube, in der die Verwaltung untergebracht war. Etwa acht bis zehn Meter davor die Zollschranke, die sogar den Fußgängern das „Durchschlüpfen“ erschweren sollte. Links, ein zweites, geöffnetes Gatter. Vor dem Haus der Turmwächter, der Wachtmeister mit einem Kaufmann, der sein Gespann geparkt hat. Sie werden wohl den Zoll ausgehandelt haben. Beim Gespann der Pferdeknecht, der auf die Pferde aufpasst.  Rechts im Bild Wanderer, die am Landwehrgraben rasten und sich vielleicht die Füße im Wasser kühlen. Im Hintergrund die Silhouette Hannovers. Entsprechend der Bedeutung für Hannover, hat J. F. Salzenberg die Aegidienkirche, die Marktkirche und die Kreuzkirche eingesetzt. Erst im Jahre 1888 erhielt der Turm die markante, noch im ausgehenden Jugendstil gestaltete, Turmstube.


In den Jahren um 1949 plante der hannoversche Stadtbaurat den Abriss des leicht beschädigten Turms. Der Heimatbund Niedersachsen und die lokale Presse starteten eine Kampagne und erreichten, dass der Turm repariert und stabilisiert wurde.


Im Jahre 1975 wurde der Turm innen aufwendig renoviert. Christel Wiedemann hat mit ihrem Privatkapital eine gründliche bauliche Wiederherstellung durchgeführt. Sie hat diverse Einbauten veranlasst und eine schlichte jedoch in etwa historische Möblierung vorgenommen. Christel Wiedemann hat durch ihr Engagement den Turm der Öffentlichkeit erst wieder zugänglich gemacht.


Im Jahre 2007 wurde 100 Jahre Eingemeindung Döhrens nach Hannover gefeiert. Dabei wurde in einer kleinen Gedenkstunde an das alte Dorf Döhren gedacht. Es wurde ein alter Grenzstein wieder an seinen früheren Standort gesetzt und der Turm vom 15. Oktober bis 15. März nächtlich angestrahlt.

Der Döhrener Turm in nächtlicher Anstrahlung
Der Döhrener Turm in nächtlicher Anstrahlung

Die Kosten für die elektrische Anstrahlung sind durch einen Verein zur Förderung des Haus- und Grundeigentums bis zum Jahr 2021 gesichert. Die Betreuung der Anstrahlung liegt in den Händen der Heimatbundgruppe Döhren-Wülfel Im Kleinen Freien.

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Der Döhrener Turm, wie ihn Künstler sahenDöTu_12_03_16_02